Bebauungsplan des Pre Parks

Städtebauliches Konzept

Ausgangssituation

Die im Jahr 1997 vorgefundene Situation lässt sich wie folgt beschreiben:

  • Von den insgesamt 72 Gebäuden befanden sich 60 in einem sehr schlechten Zustand.
  • Die komplette leitungsgebundene Infrastruktur mit einer Länge > 20.000 m entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen.
  • Mehr als 125.000 m² der Kaserne waren versiegelt.
  • Untersuchungen hatten ergeben, dass sich auf dem Gelände 24 polizeirechtlich relevante Altlasten und mehr als 100 weitere Bodenverunreinigungen befanden.

Kurzum, für eine bestandsorientierte Entwicklung der Kaserne waren kaum Anknüpfungspunkte vorhanden, die Altlasten wurden beseitigt, die Bodenverunreinigungen ebenfalls, die maroden Gebäude und Leitungssysteme wurden abgebrochen und die Flächen entsiegelt.

So entstand Raum für ein zukunftsorientiertes städtebauliches Konzept, den PRE Park Kaiserslautern.

 

Konzept

Ziel war die Mischung hochwertiger Nutzungen und Funktionen. Ergänzend zu den 100.000 m² Gewerbeflächen für die Ansiedlung von Technologie- und Dienstleistungsunternehmen im Kern des PRE Parks sieht das Konzept Flächen für Freizeiteinrichtungen, Einzelhandel, Wohnen und Erholung vor. Die Freizeiteinrichtungen und der Einzelhandel präsentieren sich zur hochfrequentierten BAB A6 und zur L 395, das Wohnen ist zu angrenzenden Wohngebieten hin orientiert. Durch diesen Nutzungsmix ist sichergestellt, dass im PRE Park immer etwas los ist und keine reine Bürostadt entstanden ist.

Der PRE Park ist hervorragend angebunden. Zahlreiche Fuß- und Radwege, die im PRE Park überwiegend durch Grünzüge führen, stellen die Verknüpfung mit der Stadt Kaiserslautern sicher. Zwei öffentliche Buslinien sorgen für eine gute Erreichbarkeit; überörtlich ist der PRE Park zudem über die BAB A6 und die L 395 schnell aus allen Richtungen erreichbar.

Grün spielt eine besondere Rolle im städtebaulichen Konzept. Mehr als 30 ha Wald wurden erhalten und bilden die grüne Lunge nicht nur für die Menschen, die im PRE Park leben und arbeiten, sondern auch für die Bewohner der angrenzenden Wohngebiete. Die Bauflächen des PRE Parks selbst werden von großzügigen Grünzügen durchzogen, multifunktionalen Flächen, die entlang der Wege Verweil- und Spielmöglichkeiten bieten. Der grüne Gedanke setzt sich auf den Baufeldern fort. Dort gehören begrünte Dächer, umfangreiche Baumpflanzungen und Mulden zur Versickerung der Oberflächenwässer zum Standardprogramm.

 

Erschließung

Die Neuerschließung des PRE Parks wurde als Treuhänder der Stadt Kaiserslautern vorgenommen.

Dabei wurden insbesondere bei der Regenwasserbewirtschaftung neue Wege eingeschlagen. Die konsequent umgesetzte Versickerung, Speicherung und Pufferung der Niederschlagswässer führte dazu, dass die Straßenräume durch die flankierenden Mulden-/Rigolensysteme eine überraschende Großzügigkeit besitzen und weitere Grünflächen zur Versickerung der Niederschlagswässer entstanden.

Auch alle sonstigen leitungsgebundenen Ver- und Entsorgungseinrichtungen wurden in diesem Zuge komplett neu erstellt.